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Hasenbrot und Spatzenfutter

Der Gast auf dem Rasen ist ein unscheinbarer Zwerg. Er wird gerade mal fünf bis sieben Zentimeter hoch und heißt Feld-Hainsimse (Luzula campestris) oder Hasenbrot. Woher der Name kommt, habe ich nicht herausfinden können. Auf dem Foto sind die langen gelben Staubbeutel gut zu erkennen. Das Foto entstand vor zehn Tagen. Fette Samen Inzwischen picken die …

Lichtmess-Glöckchen

Die Blütezeit der Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) ist schon vorbei. In Frankreich heißen sie perce-neige, weil die Pflanzen Frost und Schnee durchbrechen. Jetzt bilden sie dicke Saatkapseln (Foto unten), aus denen im nächsten Jahr neue Schneeglöckchen entstehen werden. Geweihte Kerzen Ein anderer Name ist Lichtmess-Glöckchen, weil sie früher am 2. Februar, dem Lichtmesstag, auf den Altar der …

Tulpen für achtsame Gartenfreunde

Mit Tulpen es so eine Sache. Man kauft sie, setzt sie im Herbst in den Boden und im ersten Jahr blühen sie prachtvoll. Dann verschwinden sie nach und nach, weil ihnen der Standort nicht gefällt oder sie immer tiefer in den Boden wachsen, bis sie es nicht mehr nach oben schaffen. Deshalb habe ich Tulpen …

Hummeln unter Strom

Die Hummel (oben) trägt gelben Staub am ganzen Körper, die Honigbiene (unten) gelbe Höschen. Weil sie sich und ihren Nachwuchs von Nektar und Pollen ernähren, fliegen beide unermüdlich von Blüte zu Blüte und sind deshalb wichtige Bestäuber. Ohne Honigbienen und Wildbienen wie die Hummel gäbe es kein Obst, kein Gemüse, keine Blütenpflanzen. Dicke Hosen Honigbienen sind …

Wandernde Samenkörner im Wasser

Als erstes erregten orangeroten Punkte im Wasser meine Aufmerksamkeit. Sie bewegten sich, eher langsam und mühsam, aber sie bewegten sich. Die Punkte sahen ein wenig aus wie die Saatkörner der Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), die in meinem kleinen Moor wächst, das wir vor einigen Jahren angelegt haben. Verliebtes Knurren Eigentlich war ich auf der Suche nach …

Immer grün und manchmal blau

Kulturrelikt, Burggartenflüchtling – das Kleine Immergrün (Vinca minor) hat eine spannende Geschichte. Es rankt und kriecht, ist halb Strauch, halb krautige Pflanze. Jetzt im Frühjahr treibt es neu aus und fängt an zu blühen. Wer seine Augen offenhält, findet die Gartenpflanze manchmal sogar in lichten Wäldern, weitab von jeder Siedlung. Vinca im Wald Dann kann …

Das blaue Leuchten

Kaum sind Krokusse und Schneeglöckchen verblüht, treten die Sternhyazinthen an ihre Stelle. Es gibt viele Arten. Auf dem Foto oben sind zwei zu sehen. Die einen recken ihre hellblau-weißen Blütenkelchen in die Sonne. Die anderen bilden tintenblaue Glöckchen. Dazwischen haben sich auch noch einige Gefingerte Lerchensporne angesiedelt. Die einen strahlen, die anderen nicken Der Gewöhnliche …

Rosa Wunder mit Wanderlust

Altrosa ist in diesen Tagen die Trendnuance im Garten. Auf den Beeten, auf dem Rasen, unter Büschen und Bäumen blüht der Gefingerte Lerchensporn (Corydalis solida oder Corydalis bulbosa). Vom ebenfalls rosafarbenen Hohlen Lerchensporn (Corydalis cava) unterscheiden kann man ihn anhand der fingerförmigen Tragblätter an den Blütenständen (sichtbar oben im Bild). Außerdem hat er eine feste …

Der Mini-Scharfmacher

Sich klein machen, um zu überleben, diese Strategie verfolgen viele Pflanzen. Dieser Zwerg ist samt Blüte gerade mal fünf Zentimeter hoch. Seinem Namen auf die Schliche zu kommen war gar nicht so einfach, denn in den gängigen Kosmos-Pflanzenführern findet er sich nicht. Kein Wunder, denn er ist ein Neuzugang aus den 1970er Jahren, der vermutlich von Baumschulen und …

Krokus, Krokus über alles

Die ersten Sonnentage im März gehören den Krokussen, den Schneeglöckchen, den Winterlingen – und sie gehören den Bienen. Denn mit dem Erwachen aus dem Winterschlaf kommt bei Insekten der Hunger. Als erste erwachen die Hummeln. Sie tauchen, um Nektar zu saugen, so tief in die Kelche, dass die fast abbrechen. Steigt die Temperatur auf mehr als …