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Heimische Exotin

Ein Garten ist eine Weltreise im Kleinen. Manche Arten kommen von weit her, andere entstammen der heimischen Natur. Die Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium) habe ich lange für eine Exotin gehalten. Ihre Blüten erinnern an die filigranen Polypen einer Korallenkolonie. Meistens blühen sie rosa. Seltener ist die weiße Variante Akeleiblättrige Wiesenraute ‚album‘. In meinem Garten hat …

Da kommt so leicht keiner ran

In diesen Spornen steckt Zucker, aber der ist gut geschützt. Nur die Insekten soll sich an ihm laben, die auch für eine Befruchtung sorgen. Das sind vor allem Hummeln mit langen Rüsseln. Akelei (Aquilegia) sind vor etwa sechs Millionen Jahren in Zentralasien entstanden. Es gibt etwa 70 verschiedene Arten, zweifarbige … … und einfarbige von …

Man muss sie einfach lieben

Sie sind empfindlich. Sie vertragen keinen Regen. In Kübeln mögen sie nicht wachsen, weil sie tiefe Wurzeln bilden, und auch nicht dort, wo schon Pfingstrosen standen: Die Strauchpfingstrosen (Paeonia suffruticosa) oder Baumpäonien. Ihre Blüten entschädigen für alle Widrigkeiten. Gestern im Arboretum in Ellerhoop-Tiensen habe ich einige aus der Sammlung dort fotografiert. Welche ist die Schönste? Vielleicht …

Perfekt organisiert

Eine Freundin nennt sie, nicht ganz politisch korrekt, die „gelbe Gefahr“. Gemeint ist der Gemeine Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia). Seine dottergelben Blütenkörbe bestehen aus 200 bis 400 Einzelblüten, von denen jede später einen Fallschirm produzieren wird. Je nach Windstärke können sie zehn und mehr Kilometer zurücklegen, bei Aufwind sollen es Tausende sein. Das bedeutet: Selbst …

Weiße Schwestern

Wer sie nicht kennt, könnte sie während der Blütezeit glatt verwechseln: den Milchstern (Ornithogalum umbellatum, oben) und den Bärlauch (Allium ursinum). Beide sind Zwiebepflanzen. Beide blühen weiß und das etwa zur gleichen Zeit. Aber wer man genau hinschaut, werden die Unterscheide sichtbar. Der Milchstern hat grasartige Blätter und sternförmige Blühen, sie sich nachts schließen. Die Blüten …

Entfaltung mit Ameisenbüffet

Schon wieder Blau! In diesen Tagen ist sind es die Berg-Flockenblumen (Centaurea Montana), die ihre Knospen öffnen. Geschlossen sind sie mit ihren fransigen schwarz bewimperten Hüllblättern ein Hingucker, auch wenn wir sie aus der luftigen Höhe unseres Blickes leicht übersehen. Als erstes wagen sich die die tiefblauen Randblüten hervor. Sie sind steril. Wer genau hinschaut, …

Entfaltung I

Seit die Winter feuchter werden nur noch selten tiefe Minusgrade aufweisen führt das Großblättrige Immergrün (Vinca major) in meinem Garten Regie. An seinen langen Ranken leuchten um diese Jahreszeit hunderte tief violett-blaue Blüten. Jeden Tag entstehen neue, und es ist spannend zu beobachten, wie sich aus einer spitzen Knospe nach und nach die Blütenblätter entfalten. …

Violettes Wogen

So manche Pflanze in unseren Gärten verdanken wir unkonventionellen Menschen. Menschen wie Max Leichtlin (1831-1910). Geschäftsmann zu werden wie sein Vater interessierte ihn nicht. Er lernte Gärtner, reiste durch die Welt, sammelte Wissen und Pflanzen. Eine davon steht in meinem Garten. Leichtlins Prärielilie (Camassia leichtlinii). Ihre Heimat sind feuchte Wiesen und Flussufer in Nordamerika. Ich …

Weiße Wucht

In der Natur gibt es zehn Jahreszeiten. Ihre Uhr tickt nach der Sonne und der Temperatur. Als erstes öffnete am 15. April unser alter Pflaumenbaum seine Blüten. Ein Teil des Pflaumenbaum-Stammes ist abgestorben, aber der Rest hat sein weißes Kleid angezogen. Unglaublich welchen Überlebenswillen alte Bäume haben! Auf die Pflaume folgte am 22. April die …

Glockenspiel

Hasenglöckchen (oben) gehören zu den Hyazinthen, weil sie auf Wiesen vorkommen, auf denen Hasen leben. So lautet die wenig glaubhafte Erzählung über den Namen dieser schönen Zwiebelpflanzen. Sie blühen, bevor die Bäume grün werden. Die Nähe zu den „normalen“ Gartenhyazinthen (Hyacinthus orientalis, unten) kann man gut erkennen. Deren Blüten sehen aus Nähe allerdings so aus, …