Butterbirnenbäumchen

Dauerregen motiviert nicht zur Gartenarbeit. Aber wenn „Liegelts Butterbirne“ in die Erde soll, muss es sein. Schließlich ist der Herbst bis zum Frost eine gute Pflanzzeit. Der Baum kann sich dann den Winter über an seinen neuen Standort gewöhnen und neue Wurzeln bilden. Die alten wurden ihm – es handelt sich um Wurzelware – brutal …

Tschüß Herbst

Der goldene Oktober fiel dieses Jahr aus. Zumindest in meinem Garten. Die Blätter machten sich ohne Herbstleuchten davon. Schwer vom Regen segelten vom immer grauen Himmel und begannen sogleich zu vermodern. Nur die Rotbuchenhecke (Fagus sylvatica) versucht es mit etwas braun-gelbem Herbstleuchten (Foto oben). Ihre Blätter bringen ein letztes Feuer in meinen Garten. Die Rotbuche …

Kreislauf des Lebens

Tristesse allerorten. Niemand auf der Straße, keine fremden Autos, die von Besuchern zeugen, nichts. Alle im Corona-Muspott. Um 15 Uhr bricht die Dunkelheit herein. Fast alle Bäume haben ihr Laub abgeworfen. Zuvor haben sie ihren Blättern alles entzogen und in ihren Wurzeln gespeichert, was sie für den Winter und das kommende Jahr nutzen wollen. Einzig …

Klug verpackt

Aus dem Norden kündigt sich Frost an. Die Blumen-Samen sind abgeerntet. Sie faszinieren mich, weil sie so klug verpackt daherkommen. Zu den Schönheiten, die es bis in die Wintersträuße schaffen, gehören die Poren- oder Lochkapseln der Mohnblumen (oben) und hier besonders die des Schlafmohns (Papaver somniferum), unten. So eine Mohn-Kapsel kann Millionen von Samen enthalten. …

Die letzten ihrer Art

Der Garten bereitet sich auf den Winter vor. Fast alle Bäume haben ihre Blätter abgeworfen. Nur hier und da blüht es noch. Der Raue Sonnenhut (Rudbeckia hirta) ist ein dankbarer Sommerblüher, der bis zum Frost durchhält. Die Pflanze ist zweijährig, aber sie sät sich nicht gut aus. Hunderte Samen verstreue ich in meinem Garten, auch …

Blindes, taubes Leckermaul

Sie können nicht hören. Sie erkennen allenfalls Hell und Dunkel und vom Klavierspielen spüren sie nur die Erschütterungen. Dafür haben sie einen fein ausgeprägten Geschmackssinn: Welker Kohl mundet sehr, gammelige Zwiebelstückchen ebenfalls, auch rohes Fleisch. Minze hingegen wird wenig geschätzt. Die Rede ist vom Regenwurm oder Tauwurm, wissenschaftlich Lumbricus terrestris. Charles Darwin hat seine Vorlieben …

Himbeeren im November

Zugegeben, ein wenig säuerlich sind die letzten Himbeeren für dieses Jahr. 200 Gramm habe ich heute, am 2. November, geerntet. Der Vorteil der späten Sorten: Sie haben keine Maden, denn sie werden nicht vom Himbeer-Käfer befallen. Wenn die Herbst-Himbeeren blühen, hat er seine Eiablage schon beendet. Meine Herbst-Himbeeren bereiten sich nun auf den Winterschlaf vor. …

Hibiskus-Herbst

Jedes Jahr im Oktober greife ich schweren Herzens zur Gartenschere. Der tropische Hibiskus „Pink Gem“ – rosa Edelstein – muss ins Winterquartier, obwohl er noch voller Knospen steht. Denn Hibiscus rosa-sinensis wird es in meinem Wintergarten nachts zu kühl, die Blätter hängen schlaff herab, er bekommt Läuse. Zum Abschied habe ich gestern im Spätnachmittagslicht die …

Verbotene Früchte

Nimmt man es ganz genau, ist nicht der Apfel die Frucht, sondern sein Kernhaus. Nur das geht aus der Umwandlung des Fruchtknotens hervor und nur die Kerne enthalten das Erbmaterial. Der Rest ist zartes weißes Fleisch für hungrige Tiere – wir Menschen eingeschlossen – die die Samen mit ihrem Verzehr verbreiten. Das zeigt, wie findig …

Bäumchen wechsel dich

Familiengeschichten sind so eine Sache. Manche stimmen nicht, viele sind geschönt. Andere basieren auf falschen Erinnerungen oder falschen Informationen. So ist es mit unserem Danziger Kantapfel. Seit ich mich erinnern kann, trägt der haushohe Baum diesen Namen. Ich würde gerne einen neuen ziehen, damit er weiterleben kann. Beim Informationsaustausch mit der Obstsortensammlung Waldeshöhe in Mecklenburg-Vorpommern …