Leuchtraketen im Oktober

Die Tage werden kürzer. In alten Gärten der Nachbarschaft haben Herbstastern üppige Horste mit leuchtenden Blüten gebildet. So etwas wünsche ich mir auch. Also habe ich investiert und eine Auswahl Wildastern gekauft, u.a. Aster ageratoides. Sie stammen aus dem östlichen Asien, wo es auch im Winter kalt ist: Mongolei, Tibet, der Süden Sibiriens. Die weiße …

Flammender Herbst

Der Monat Oktober lässt den Garten leuchten, nicht so vielfältig bunt wie im Frühsommer, sondern mit satten, warmen Farben. Im Mai und Juni weiß man nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Jetzt buhlen einzelne Farbkleckse um Aufmerksamkeit, und manchmal duften sie sogar, wie die Rose in den Farben des Sonnenuntergangs. Die schon tief stehende Sonne …

Werde Naturschützerin

Wann habe ich das letzt Mal in einer bunt blühenden, duftenden Wiese gestanden? Das wollte Interviewerin als erstes von mir wissen. Meine Antwort: „Auf meiner kleinen Wiese.“ Auf der, wie auf dem Foto zu sehen, im Juni die Kuckucks-Lichtnelken blühen. Im Interview mit dem Magazin Werde The Art Of Green Living spreche ich u.a. darüber, …

Schöne Zäune aus Holz

In meiner Nachbarschaft ist die „Zaunbaueritis“ ausgebrochen. Erst kommt ein Bagger und reißt eine alte Hecke heraus. Als Ersatz wir ein phantasieloses Gitter einbetoniert, Doppelstab-Mattenzaun genannt, dann fädelt der Zaunbauer in Handarbeit Kunststofffolie als Sichtschutz durch die Rillen (siehe das letzte Foto). Das sieht nicht nur scheußlich aus, es schadet auch der Umwelt, denn dort …

Herbstbeginn im Garten

Auf einen nassen August folgte ein kalter, feuchter September. Nun ist Oktober-Anfang und mein Garten macht auf Herbst. Die ersten Blätter fallen, und es blüht nur noch vereinzelt. Die Hortensien haben sich zu einer letzten, müden Pracht aufgerafft und sogar noch vereinzelte frische Blüten nachgeschoben, die im herbstlichen Umfeld fast unwirklich leuchten. Verlässliche Herbstblüher sind …

Verflochtener Zaun

Weidenzweige kann man im Frühjahr und im Herbst in den Boden stecken und sie wachsen los. Die Zweige müssen fingerdick sein und so tief in den Boden gedrückt werden, dass sie von allein stehen. Am besten, man wässert sie vorher einen Tag und gießt sie auch danach regelmäßig. Wer Lust hat, kann daraus einen Flechtzaun …

Leckermäuler bei der Apfelernte

Der ersten Äpfel fallen von Baum. Alle haben Würmer, reif sind sie noch nicht. Das dauert noch ein paar Wochen. Lange bleiben sie nicht auf dem Gras liegen. Die schönen kassiere ich ein, um daraus Apfelmus zu kochen. Aber manchmal ist die Natur schneller. An diesem Tag habe ich eine Wegschnecke dabei erwischt, wie sie …

Rühr mich nicht an

Sehen aus wie Krokusse sind aber keine: Die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) haben ihre Blüten an diesem September-Sonnentag geöffnet und werden eifrig von Insekten besucht. Für Menschen gilt: Finger weg! Herbstzeitlosen sind giftig und das schon bei Berührung. Aber man muss ja auch nicht alles anfassen, was man schön findet. Bis in den Sommer hinein, erinnerte …

Draußen überwintern?

Agapanthus ist wie der süße Brei. Er wird immer mehr. Alle paar Jahre braucht er einen neuen, größeren Topf oder man verteilt ihn auf zwei. Wer die Pflanze richtig pflegt, für den gilt: Aus eins mach zwei, aus zwei mach vier, aus vier mach acht. Das nennt man exponentielles Wachstum. Manche Gärtnerin „vergisst“ einen Topf …

Alles gleichzeitig

Diese Pflanze ist wirklich unkompliziert. Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) stellt keine großen Ansprüche an Wasser, an den Boden, an Schatten oder Sonne. Schnecken scheinen sie zu verschonen und Schlafplätze bietet sie auch, nämlich für Wildbienen, die gern in ihren Blüten übernachten. Eigentlich ist sie schon lange verblüht und hat ihre klitzekleinen Samen verstreut. Trotzdem …