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Erlen lieben nasse Füße

Dass unsere Sommer für den Wald zu trocken sind, haben wir inzwischen gelernt. Es kann Bäumen aber auch zu nass werden. Bei Staunässe machen sie, bis auf ein paar Spezialisten wie die Schwarzerle (Alnus glutinosa), schlapp. Schwarzerlen wachsen gern an den Rändern von Gräben. Sie blühen gerade (Foto oben). Wer jetzt Heuschnupfen hat, reagiert vermutlich …

Die Mutter des Waldes

Der Stamm einer Buch ist so glatt, dass Baummarder ihn nicht erklimmen können. Deshalb wohnen Siebenschläfer gerne in den Höhlen alter Buchen. Das hat uns Walter Plötz erzählt. Er ist – unter anderem – Waldpädagoge. Ihm habe ich viel neues Wissen zu verdanken, beispielsweise wie viele Blätter ein alte Buch haben kann: bis zu 800 …

Träumen am Schalsee

Heute schreibe ich nicht über meinen Garten. Den sehe ich jeden Tag. An diesem Wochenende haben wir einen Ausflug nach Gut Groß Zecher am Schalsee in Schleswig-Holstein gemacht. Das Thema hieß „Waldzeit und Wildgenuss“. Das geht übrigens auch vegetarisch. Bevor das „Programm“ begann, haben wir die Landschaft genossen, an einem sonnigen Abend und einem eiskalten …

Schlapp gemacht?

Erst Sonne, dann Frost. Die Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), die immer noch üppig blühen, lagen heute Morgen flach auf dem Boden. Es ist ihre Art, sich gegen die Kälte zu wehren. Sie produzieren bei Minusgraden ein Frostschutzmittel. Das entzieht ihren Stängeln, Blättern und Blüten Wasser, das sonst gefrieren würde. Sobald die Sonne kommt, werden sie wieder …

Die Schönheit der Masse

Es begann mit ein paar Tüten Krokuss-Zwiebeln als Nahrung für die Bienen. Das Werk meines Vaters, der Imker ist. Inzwischen hat er die Bienen aufgegeben, aber die Krokusse sind immer noch da. Aus den wenigen Zwiebeln ist ein Meer von Blüten geworden. Heute herrscht dort ein emsiges Gesumm. Nachbars Hausbienen und zahllose Wildbienen stürzen sich …

Heute mit Sonne

Seltenheit erhöht Genuss: Nach Regen und Sturm fallen die zarten Frühlingsblumen, die hoffnungsvoll ihre Blüten geöffnet haben, besonders ins Auge. Überall im Garten summt und brummt es. Haus und Wildbienen sind auf Nektar- und Pollensuche. Kaum traue ich mich dicht genug für Fotos heran, um die durchscheinenden Blütenblätter der Krokusse zu fotografieren. Bei einigen gelingt …

Hochzeitstage in Weiß

Der Name Märzenbecher (Leucojum vernum) täuscht. Meistens fangen sie schon im Februar an zu blühen. In diesem Jahr sind sie besonders früh dran. Sie sehen ein bisschen aus wie dicke, feiste Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und gehören ebenfalls zu den Amaryllisgewächsen. Die meisten Zwiebelpflanzen mögen lieber trockene Böden. Märzenbecher sind eine der wenigen Ausnahmen, weil ihre …

Sturm und nasse Ohren

Die letzte Nacht war heftig, Sturm und Regen satt. Morgen soll es noch schlimmer kommen. Der Garten hat es überstanden. Stürme sind der Frühjahrsputz in der Natur. Abgestorbene Zweige und Äste werden hinweg gefegt. Der Ast des Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), Foto oben, der heute Morgen auf dem Rasen lag, war schon länger tot. Man …

Endlich Sonne

Den Krokussen geht es derzeit wie uns Menschen. Sie lechzen nach Sonne und Wärme. Heute Vormittag war es für wenige Stunden so weit. Zum ersten Mal öffneten die Frühlings- und Elfen-Krokusse (Crocus vernus und Crocus tommasinianus)  ihre Blüten. Seit Wochen haben sie auf diesen Tag gewartet. Auf dem Foto drängeln sie sich, um die wärmenden …

In Schönheit sterben

Tulpen für die Vase sollten quietschen wie frischer Spargel, wenn man sie kauft. Manche Arten verströmen sogar einen zarten Duft, der an Rosen erinnert. Leider bleibt das nicht so, selbst wenn man das Wasser jeden Tag wechselt, kann man riechen, wie sie ihre Lebenskraft verlieren. Zum Wegwerfen sind sie dennoch zu schade, denn ihre verblühende …