Eine Esche in Estland

Eschen (Fraxinus excelsior) sind gewaltige Bäume. Sie können bis zu 40 Meter hoch werden und gehören zu den größten Laubbäumen Europas. Die Esche auf dem Foto ist 400 Jahre alt und steht in Estland auf der Insel Muhu. Mit ihren gestutzten Ästen sieht sie ganz anders aus als die Eschen mit den ausladenden Kronen, wie wir …

Blaublütige Schöne

Gerade mal gut einen Monat ist es her, da herrschten bei uns noch 30 Grad und mehr. An einem Morgen am Busbahnhof in Halle fotografierte ich diese Wegwarte (Cichorium intybus) im Morgenlicht. Erst beim genauen betrachten des Fotos zu Hause entdeckte ich, dass ein Insekt – vielleicht ein Schmetterling – auf dem Stängel seine Eier abgelegt hatte. …

Die Aster-Quelle

Ich könnte mich über sie ärgern ohne Ende. Denn meine blauen und weißen Wildastern wuchern ohne Ende. Ihre Wurzeln bilden lange Ausläufer und kriechen in alles hinein, was um sie herum wächst. Allerdings gibt es in meinem Garten keine andere Pflanze, die im Herbst noch so üppig blüht. Wurzeln in den Biomüll Der Preis dafür …

Der Apfelbaum-Methusalem

Ein wenig verwildert ist er, unser Kantapfelbaum und so groß, dass er kaum aufs Foto passt. Das liegt daran, dass er höher ist als alle Häuser in der Umgebung und man selbst mit einer doppelt ausgezogenen Leiter die leckersten roten Äpfel in der Krone nicht erreichen kann. Der Danziger Kantapfel ist ein Hochstamm. Sein Kronenansatz liegt …

Mais nervt!

Als Schüler fanden wir Mais toll. Wir gingen auf den Acker, pflückten uns einen Kolben, rissen die äußere Hülle ab und aßen ihn auf. Es war ein bisschen wie Äpfel klauen, nur dass die Äpfel besser schmeckten. Monokultureller Pflanzenwald Heute nerven mich die Maisfelder. Ich fahre gern Rad, und es gibt wenig Langweiligeres als an …

Geheimnisvoller Puschel

An eine Geburtstagsmail hänge ich manchmal einen Blumengruß. Dieser stammt aus meinem Herbstgarten und kaum eines der „Geburtstagskinder“ errät, was es ist. Dabei gehört die Pflanze wegen ihrer großen, dekorativen Blüten zu den beliebtesten Schmuckstücken im Garten. Außerdem rankt sie gerne. Sie ahnen es vielleicht: Es ist die Saat der Waldrebe, lateinisch Clematis. Weltweit gibt …

Vom Wald auf den Acker

Sie ist ein gefürchtetes Unkraut. Ihre wollige Saat fliegt weit und ist bereit, jederzeit neue Flächen zu besiedeln. Am liebsten solche, auf denen der Boden stark verdichtet ist, wie mir ein Biolandwirt erzählt hat. Wenn man sie im Garten hat, gibt es nur nur eine Möglichkeit: die neuen Triebe immer wieder abreißen, denn an ihre bis …

Die Tinten-Wespen kommen

Parasiten sind eine geniale Erfindung der Natur. Ihr Prinzip lautet: einen anderen, der größer und stärker ist, für den eigenen Lebensunterhalt sorgen lassen. Die Gallwespe nutzt dazu die Eiche. Besonders gut erkennbar ist das im Herbst. An den Blattunterseiten einiger Blätter kann man dann kugelige Gebilde entdecken – die Larvenkammern von weiblichen Eichengallwespen (Cynips quercusfolii). Ganz …

Stacheliger Gast

So langsam beginnen die Aufräumarbeiten im Garten. Verblühtes abschneiden, die Beete mit Laub bedecken. Vor einigen Tagen entdeckte ich dabei einen zuvor nie gesehenen Gast: eine stachelige Raupe. Vermutlich die des Zimtbären (Phragmatobia fuliginosa), eines Nachtfalters, wie Hamburger Schmetterlingsexperte Knud Schulz mir schreibt. Manche der stacheligen Raupen sehen sich recht ähnlich. Das kann man auf der Doppelseite „Wir bestimmen …

Hart aber köstlich

In meinem Garten steht ein Quittenbaum, gepflanzt vor mindestens hundert Jahren. Knorrig und krumm steht er da, seine Äste teilweise ausgehöhlt und morsch. Und doch trägt er jedes Jahr hunderte herb duftender Apfelquitten. Apfelquitten sind im Gegensatz zu Birnenquitten rund und ziemlich hart. Dafür ist ihr Fruchtfleisch besonders würzig. Außerdem kommen sie mit dem Wetter …