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Spätsommer

Wann endet der Spätsommer, wann beginnt der Altweibersommer, fragte einst ein Wetterdienst. Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, vor allem nicht in diesem Jahr. Der Spätsommer ist nach dem Winter die sechste der zehn phänologischen Jahreszeiten. Die orientieren sich an der Blüte von Pflanzen und der Reife von Früchten. Im Spätsommer ist das Wintergetreide …

Meine rosa Flaschenbürsten

Aus den wilden Wäldern Japans ins südliche Schleswig-Holstein: Der Japanische Wiesenknopf (Sanguisorba obtusa) ist in meinem Garten ein zuverlässiger Spätblüher. Die Pflanze ist imposant. Ihre Blüte befindet sich auf Augenhöhe mit mir, also etwa 1,65 Meter. Jedes Jahr frage ich mich, wo er wohl bleibt, denn er blüht spät und steht in einem dicht bewachsenen …

September-Blau

Morgens hängt der Nebel über den Feldern. In den Wieben der Baldachinspinnen hängen die Tautropfen. Der Altweibersommer hat begonnen, der seinen Namen übrigens den Wieben der Spinnen verdankt. Nach diesem heißen Sommer blüht im Garten nicht mehr viel. Nur wenige Neuzugänge aus dem vergangenen Jahr – gekauft um den Blütensommer zu verlängern – haben überlebt. …

Herbst im Spätsommer

Unsere Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) sind in diesem Jahr früh dran. Schon Ende August öffnen sich die ersten Blüten. Im vergangenen Jahr geschah das erst gegen Mitte September. Den Sommer über war das Beet kahl, trocken und von der Sonne erbarmungslos beschienen. Den Herbstzeitlosen hat es nichts ausgemacht. Im Frühling haben sie viel Kraft getankt, wie …

Das Nest in der Ligusterhecke

Kann das sein? Ein Wespennest mitten in einer Hecke? Meine Nachbarin hat es entdeckt und damit eine Rarität. Die Mittlere Wespe (Dolichovespula media) baut als einzige heimische Art ihre Nester freihängend im Büschen oder Bäumen. Sie überfällt auch keine Kuchenbüffets wie die Deutsche Wespe (Vespula germanica), sondern ernährt sich von Fliegen und Mücken, die sie …

Wo der Pfeffer wächst

Dies ist ein Sommer ganz nach ihrem Geschmack: Chilis. Es ist das erste Mal, das ich diese Pflanzen im Garten habe. Ende Mai bekam ich einen Samen-Mix geschenkt. Zum Glück war es da im Wintergarten schon mollig warm. Zum Keimen brauchen Chilis 20 bis 28 Grad. Ergebnis: 16 Samen, 16 Chilipflanzen. Die Hälfte habe ich …

Durst!

Dieser Sommer setzt dem Garten zu wie keiner zuvor. Es ist extrem heiß, es regnet kaum. Zu den Pflanzen, die am meisten leiden, gehören Bauernhortensien. Aber ihr Überlebenswille ist immens. In meinem Garten stemmen sie sich gegen Hitze, Trockenheit und Klimawandel, obwohl ich ihnen nur ab und zu ein morgens ein wenig Wasser – 3-4 …

Die Maus ist im Eimer

Unter den Büschen vor meiner Haustür entsorge ich kompostierbare Abfälle aus der Küche. Der schwarze Plastikeimer steht in einem Korb aus geflochtenen Weidenzweigen. Alles sehr dezent, man sieht ihn kaum. Eine Maus hat ihn trotzdem entdeckt und fand die Gemüsereste, insbesondere das Kaffeedick darin, lecker. Allerdings war der Weg in den Eimer einfacher als der …

Botanischer Spaziergang mit Jürgen Feder

Die Tour beginnt mit einer Überraschung – einem „Moos“. Klitzeklein wächst es in den Ritzen zwischen den Steinen. Jürgen Feder rupft das Mini-Pflänzchen heraus, zeigt es herum. Wer genau hinschaut, kann weiße Blüten erkennen. „Niederliegende Mastkraut (Sagina procumbens),“ sagt der Biologe. Der Name passt. Statt nach oben macht sich die Pflanze zur Seite breit. Eigentlich …

Grazile Tänzerin

Den Platz zum Wachsen hat sich meine Chinesische Wiesenraute (Thalictrum delavayi) selbst ausgesucht: direkt neben der Haustür, wo es schattig ist und feucht. Früher hatte ich mehrere solche Pflanzen. Seit die Sommer heißer und trockener werden, muss ich die Überlebenden mit der Lupe suchen. Der botanische Name der Pflanze – delavayi – geht auf Pierre …