Zwei Jahreszeiten an einem Tag: Heute morgen um sieben beim Blick aus dem Fenster ist der Garten eine Winter-Weihnachts-Landschaft. Vom Frühling, der gerade beginnt, keine Spur. Was gestern noch blühte ist unter einer dicken Schneedecke verborgen. Im Laufe der nächsten Stunden bricht der Frühling hervor. Als erstes taut es über den blühenden Pflanzen, wie den VorfrühlingsAlpenveilchen (Cyclamen coum).

Vorfrühlings-Alpenveilchen

Die Krokusse schmelzen den Schnee um sie herum weg und der gelbe Frühlingskrokus (Crocus versus) öffnet unverdrossen seine Kelche. Hauptsache die Sonne scheint. Ich vermute, dass er heute trotzdem erfolglos auf Bienen und Hummeln wartet.

Frühlings-Krokus

Besonders freue ich mich, dass der Dreifarbige Krokus (Crocus sieberi ssp. sublimis ‚Tricolor‘) wieder da ist. Seine Heimat sind Albanien und Griechenland. Am frühen Morgen hat er seine Blüten noch geschlossen.

Dreifarbiger Krokus

Gegen Mittag hat die Sonne den Schnee weggeschmolzen, die Sonne das Beet erreicht und Crocus sieberi ssp. sublimis ‚Tricolor‘ öffent seine Kelche. Hand aufs Herz: Gibt es einen schöneren Krokus als diesen?

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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