Mit der Schwarzäugige Rudbeckie (Rudbeckia hirta) habe ich mehr Glück als mit dem Roten Sonnenhut (mein Blog von gestern). „Hirta“ steht für haarig. Ein anderer Name für die Pflanze ist Rauer Sonnenhut. Man muss Stängel oder Blätter nur anfassen, dann weiß man warum. Zugegeben, auch die Schwarzäugige Rudbeckie zu kultivieren ist nicht ganz einfach. Die bis zu 60 Zentimeter hohe Pflanze ist ein-, maximal zweijährig. Man muss sie also immer wieder aussäen, und sie keimt längst nicht überall. 

Kinderstube im Rasen

Einen Ort habe ich gefunden, wo aus tausenden Samen etwa 10 bis 15 Pflänzchen werden: ein mageres trocknes Rasenstück, mit Bauschutt darunter. Keine Ahnung, warum die Samen ausgerechnet hier keimen. Ich lasse der Schwarzäugigen Rudbeckie diese kleine Extravaganz, denn sie dankt es mir mit großen, gelbbraunen Sommerblüten. Die Samen werfe ich im Herbst und Frühjahr einfach auf dieses Rasenstück. Oft wird es nicht gemäht, dafür ist er Boden zu mager. 

Ab in den Topf

Im Mai habe ich die ersten Pflänzchen mit den haarig-borstigen Blättern entdeckt, vermutlich Saat vom vergangenen Jahr, und sie in einem Topf kultiviert. Nun Ende Juli habe ich noch einmal zehn entdeckt. Auch die sollen nun in Blumenerde weiterwachsen. Im Herbst pflanze ich sie in den Garten und hoffe, dass sie im nächsten Jahr so üppig blühen, wie der auf dem Foto (rechts). 

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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