Wandernde Veilchen

Auf dem Rasen vor dem Einfamilienhaus bei mir um die Ecke liegt ein lilafarbener Schimmer. Es sind Veilchen, die voller Blüte stehen. Es handelt sich um das Hain-Veilchen (Viola riviniana), erkennbar an dem weißlichen Sporn. Das Hain-Veilchen war die Blume des Jahres 2002. Überlebenskünstler Die Pflanze wächst eigentlich in Laubwäldern, aber sie mag auch Magarrasen, …

Falter-Frühlingsbote

Der Aurorafalter gehört zu unseren schönsten Falter-Frühlingsboten. Das liegt am Prachtkleid der Männchen. Sie haben orangefarbene Flügelspitzen. Ihnen verdankt die Falter auch ihren Namen: Aurora ist auf Lateinisch die Göttin der Morgenröte. In diesem Jahre habe ich zum ersten Mal gesehen, wie ein Aurorafalter-Weibchen auf den Blüten des Silberblatts (Foto oben) ein Ei legt. Mit …

Vielfalt zurückholen

Kürzlich gab es in meiner Stadt eine Veranstaltung zum Rebhuhnschutz. Rebhühner waren bis in die 1970er häufige Feldvögel. Heute sind sie zum 95 Prozent verschwunden, weil sie in unseren ausgeräumten Agrarlandschaften keine Nistmöglichkeiten finden und kein Futter für ihre Jungen, weil es kaum noch Insekten gibt. Am Ende der Veranstaltung erhielten alle Besucher ein Tütchen mit …

Saatzeit für die kleine Wiese

Wie verteilt man 250 Gramm Saat auf 100 Quadratmeter? Als Erstes braucht man Sand, viel Sand. Ich habe 25 Kilo Sandkistensand gekauft. Mit ihm soll die Saat gemischt und so verdünnt werden, dass maximal 2 bis 2,5 Gramm auf den Quadratmeter ausgebracht werden. Die „Werkzeuge“, Glas, Blumenübertopf, alte Waschschüssel, großer Behälter, Kehrschaufel und Karre. Der …

Meine kleine Wiese wächst

„Wenn alle Gärten naturnah wären, dann hätten wir deutschlandweit einen Biotopverbund.“ Diesen Vorschlag machte der Ornithologe Peter Berthold kürzlich in der Zeitschrift Chrismon. Er hat recht. Auch wenn Straßen und Verkehrswege nur circa 14 % der Fläche Deutschlands ausmachen, ist es ein Anfang. Meine kleine Wiese wird deshalb erweitert. Eine Chance für die Wiesenblumen Das …

Windbräute und ihre Besucher

„Ihr gehört hier nicht her“ müsste ich eigentlich zu den Strahlenanemonen in meinem Garten sagen, denn heimisch sind die hübschen Blumen nicht. Balkan-Windröschen (Anemone blanda) heißen sie und sind vermutlich vor längerer Zeit aus einem Gartencenter hier eingewandert. Meine sind weiß, es gibt sie aber auch in Blau oder Rosa. Kleine Schwarze Käfer Der Name …

Geliebter Masseneinwanderer

„Ist das was oder kann das Weg?“ Das ist der Titel eines Gartenbuches. Beim Frühlings-Scharbockskraut (Ficaria verna) würden viele Gartenbesitzer vermutlich sagen: Das kann weg. Denn wenn man es erstmal hat, wird man es nicht wieder los. In meinem Garten hat erst die Blumenbeete erobert und breitet sich nun auch auf dem Rasen aus. Futter …

Frühjahrsputz auf meiner kleinen Wiese

Vor der Blüte kommt die Arbeit. Weil meine Sensenkünste noch zu wünschen übriglassen, habe ich das Gras im Herbst vergangenen Jahres nicht kurz genug geschnitten. Nun ist der Winter vorbei und die langen vertrockneten Halme der Gräser lassen dem Boden keine Luft zum Atmen. Total verfilzt Wie ein Teppich aus Filz ersticken sie die Wiesenblumen. …

Dottergelber Frühlingsgruß

Der Boden rund um den Baunkohlesee bei Görlitz in Sachsen ist steinig und trocken. Der Wind weht eisig von Osten, aber eine Pflanze trotzt alledem: Der Huflattich (Tussilago farfara). Seine dottergelben Blüten zeigen, dass der Frühling naht. Ihren Namen verdankt die Pflanze ihren hufeisenförmigen Blättern, weshalb sie auch Rosshuf, Eselstappe, Fohlenfuß oder Hufblatt genannt wird. …

Insekten mögen keine warmen Winter

Für unsere Hausbienen waren es harte Monate. Erst blieb der Sommer weitgehend aus und damit das Honigsammeln. Es folgte ein nasser Herbst und dann bis in den Februar hinein ein viel zu warmer Winter. Die Folge: Im Herbst fanden die Bienen wenig Nektar und relativ wenig Blütenstaub, um die Brut zu füttern. Die Larven brauchen …