Pfefferminze ist ein köstliches Kraut und das nicht nur für uns Menschen. Ich mag sie gar nicht zum Kochen nutzen, weil Insekten die Blüten so zahlreich besuchen und ich mich deshalb scheue, sie abzuschneiden. Außerdem stand meine Minze in diesem Sommer – mal wieder – zu trocken und wollte deshalb nicht so richtig wachsen. 

Erbsen mit Minze?

Wie die Pflanze nach Europa gekommen ist, ist bei der Minze nicht überliefert. Bei manchen Pflanzen wissen wir, welcher Pflanzensammler sie im Gepäck hatte, bei der Minze nicht. Allerdings wird sie wohl von England aus auf den Kontinent, wie die Briten Festlandeuropa nennen, gekommen sein. Die britische Mint-Sauce aus Honig, Essig, Minze und Salz wird dort gern zu Fleisch gegessen. Grüne Erbsen in Mint-Sauce sind ein Klassiker, aber ich fand die Kombination immer gewöhnungsbedürftig. 

Ausbreitungswütig

Minze im Garten entwickelt sich leicht zu einem Unkraut, denn sie bildet lange Ausläufer in der Erde und kriecht über dem Boden oft noch unbemerkt ein Stückchen weiter, um sich an unerwarteter Stelle zu zeigen. Experten empfehlen deshalb, sie in einen Topf zu pflanzen, dessen Rand aus dem Boden schaut. Damit soll sich das „Auswandern“ eindämmen lassen. Oder man macht es wie ich: Meine Minze steht zu trocken. Das schränkt ihre Ausbreitungswut auch ein. 

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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