Im Bauerngarten meiner Großmutter waren Zinnien ein fester Bestandteil. Als ich den Garten vor Jahren von ihr übernahm, gingen sie verloren. Vermutlich weil ich sie für eine winterharte Staude hielt. Zinnien sind aber klassische Sommerblumen. Sie wollen Wärme, denn sie stammen ursprünglich aus Mexiko.  

Leicht mit Samen vermehrbar

Jahrhundertelang brachten Pflanzensammler aus der ganzen Welt Samen und Pflanzen mit nach Europa. Die Schmuck-Zinnie (Zinnia elegans) auf dem Foto gehört dazu. Benannt ist sie nach dem Botaniker Johann Gottfried Zinn, der sie Mitte des 18. Jahrhunderts als erster beschrieb. Nach Deutschland kam sie Anfang des 19. Jahrhunderts. Weil sie leicht mit Samen zu vermehren ist, entwickelte sie sich zu einer beliebten Gartenpflanze. 

Mit der Schere zu mehr Blüten

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal welche ausgesät. Ich hab sie im Frühjahr im Wintergarten vorgezogen. Zum Keimen braucht die mexikanische Schönheit um die 18 Grad. Nach den letzten Frösten im Mai habe ich sie ausgepflanzt. Die erste pinkfarbene Blüte öffnete sich am 2. August. Damit Zinnien den ganzen Sommer durchblühen, schneidet man regelmäßig das Verblühte ab, denn das regt die Knospenbildung an. Samen werde ich auch sammeln, für das nächste Jahr. Dann muss ich keine kaufen.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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