Die ersten Flockenblumen lernte ich im Garten meiner Großmutter kennen, z.B. die kornblumenblaue Berg-Flockenblume (Centaurea montana, Foto unten). Sie blüht im Frühjahr bis in den Juni hinein. Dann ist es mit der blauen fiedrigen Pracht vorbei, aber nicht mit den Flockenblumen.

Neu im Garten

Meine Großmutter hatte nämlich auch pinkfarbene in ihrem Garten. Vermutlich war es Centaurea dealbata, eine Wildstaude aus dem Kaukasus. Zum Insekten beobachten war sie perfekt – egal ob Bienen oder Schmetterlinge – alle liebten die pinkfarbenen Blüten der Flockenblume. Umso mehr freue ich mich, dass ich in diesem Sommer auf meiner kleinen Wiese wieder welche entdeckt habe. Es sind Wiesen-Flockenblumen (Centaurea jacea, Foto oben) aus einer Wildblumenmischung. Auf artenreichen Wiesen und Weiden im Saarland habe ich sie oft gesehen, in meinem Bundesland Schleswig-Holstein noch gar nicht. Solche Wiesen sind hier quasi ausgestorben.

Abfressen ist OK

Wiesen-Flockenblumen vertragen es, dass sie ein bis zweimal im Jahr gemäht oder abgefressen werden. Sie bilden dann bis in den August hinein neue Blüten und Samen. Da diese Samen erst im September reif werden, kann ich den Teil meiner kleinen Wiese, auf dem sie wachsen, erst im September mähen.

 

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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