Sie haben ein sonniges Stück Garten mit kieisig-sandigem Boden, wo sonst nicht viel wächst? Dann könnte der Raue Sonnenhut (Rudbeckia hirta) das Richtige für Sie sein. Wegen ihrer dunklen Augen wird die ein- bis zweijährige die Pflanze auch Schwarzäuige Rudbeckie genannt. Ursprünglich stammt sie aus den USA. Pflanzensammler und Gartenfreunde brachten sie einst nach Europa.

Angeblich neigt der Raue Sonnenhut zum Verwildern. Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Von allein vermehrt er sich fast gar nicht. Deshalb sammle ich im Herbst die Samen ein und streue sie dort wieder aus, wo es den Pflanzen besonders gut gefallen müsste. Vor einigen Jahren noch hat das funktioniert. Inzwischen nicht mehr.

Vielleicht brauchen meine Sonnenhüte einen Input neuer Gene. Das heißt, ich müsste mir neue Saat kaufen. Inzucht tut auch Pflanzen auf die Dauer nicht gut. Die neuen Samen werde ich in meinem Wintergarten vorziehen. Sie müssen dazu mit etwa 3 mm Substrat abgedeckt werden. Danach heißt es ein paar Wochen warten. Wenn die Samen gekeimt sind, kann ich den Nachwuchs in kleine Töpfe umpflanzen und im Frühjahr in die Beete setzen. Mühsam, finde ich. Früher habe ich sie einfach in den Garten geworfen. Hat auch geklappt. Vielleicht liegt es am Klimawandel.
