„Small is Beautiful“ – 1973 landete ein deutsch-britischer Ökonom damit einen Bestseller. Bei Züchtern von Gartenpflanzen gilt das Gegenteil: je größer, je besser. Zum Beispiel bei Fuchsien. Kürzlich hat mir meine Freundin Ute den zauberhaften Ableger einer Pflanze aus ihrer Sammlung geschickt (Foto oben). Die Kombination von leuchtendem Rot und Lila finde ich wunderschön. Bewundernswert ist auch, dass es ihr gelang, sie aus einem Steckling zu ziehen. Ich habe es mit einem kleinen Ast, der mir abgebrochen war, selbst versucht, aber es hat nicht geklappt.

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Freiland- oder Scharlach-Fuchsien kommen ursprünglich aus den Anden. Dort werden sie mehrere Meter hoch. In meinem Garten schafft sie gerade mal Kniehöhe.

In im Blumenbeet wächst eine Fuchsie, für die „small is beautiful“ gilt. Im Gegensatz zur auf dem Foto oben Blüten überwintern Freilandfuchsien (Fuchsia magellanica) draußen. Ihre Triebe frieren ab und treiben im Frühjahr neu aus. Die Blüten sind außerordentlich grazil, aber es sind viele. Die Pflanze wächst buschig, blüht bis in den Herbst und hat in meinem Garten schon machen Frostwinter schadlos überstanden.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.