Nur wer es weiß sieht, dass hier ein Graben verläuft. Seine Oberfläche besteht aus dicht an dicht stehenden, scharfkantigen, mit Sägezähnen bewehrten Blättern, die spitz nach oben zeigen. Diese Blätter kenne ich aus meinem Gartenteich. „Sehen Sie, das ist die Krebsschere“, sagt Claus Ivens, Landwirt auf der Halbinsel Eiderstedt. „Im Herbst sinkt sie auf den Boden des Gewässers und im Frühjahr steigt sie wieder auf.“ Fadenalgen, die sonst einen undurchdringlichen Teppich bilden würden, unter dem das Wasser vermodert, nimmt sie dabei mit nach oben und hält das Wasser klar und sauber.

Kinderstube für eine Libelle

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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