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Rühr mich nicht an

Sehen aus wie Krokusse sind aber keine: Die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) haben ihre Blüten an diesem September-Sonnentag geöffnet und werden eifrig von Insekten besucht. Für Menschen gilt: Finger weg! Herbstzeitlosen sind giftig und das schon bei Berührung. Aber man muss ja auch nicht alles anfassen, was man schön findet. Bis in den Sommer hinein, erinnerte …

Draußen überwintern?

Agapanthus ist wie der süße Brei. Er wird immer mehr. Alle paar Jahre braucht er einen neuen, größeren Topf oder man verteilt ihn auf zwei. Wer die Pflanze richtig pflegt, für den gilt: Aus eins mach zwei, aus zwei mach vier, aus vier mach acht. Das nennt man exponentielles Wachstum. Manche Gärtnerin „vergisst“ einen Topf …

Alles gleichzeitig

Diese Pflanze ist wirklich unkompliziert. Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) stellt keine großen Ansprüche an Wasser, an den Boden, an Schatten oder Sonne. Schnecken scheinen sie zu verschonen und Schlafplätze bietet sie auch, nämlich für Wildbienen, die gern in ihren Blüten übernachten. Eigentlich ist sie schon lange verblüht und hat ihre klitzekleinen Samen verstreut. Trotzdem …

Spätsommer-Blüten

Der August ist vorbei. Was jetzt noch blüht, ist spezialisiert auf kürzer werdende Tage, wie der Dreilappige Sonnenhut (Rudbeckia triloba), Foto oben, den ich am Wochenende im Garten der Horizonte in Heidgraben entdeckt habe. Sein warmes Gelb-Orange holt den Sommer zurück in den Garten. Ich habe mich sofort in ihn verliebt. Er wird etwa 1,50 …

Gelbe Problem-Wolken

„Invasiver Neophyt“ – was wie ein Schimpfwort klingt, ist auch so gemeint. Es gilt der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis), die mit ihren gelben Wolkenblüten zu den wenigen Pflanzen gehört, die im September noch in meinem Garten blühen. Bis zu zwei Meter hoch, mit unzähligen kleinen Blüten, ist sie wahrlich eine imposante Staude. Kanadische Goldruten gehören …

Luftschiffe am seidenen Faden

Der August war wie Herbst. Nun ist der Sommer zurückgekehrt, mit einem Hauch von Wehmut. Die Sonne brennt weniger heiß. Morgens liegt Dunst über dem Garten. Die Sommerblumen setzen Samen an. Einige Blätter fangen an, sich zu verfärben. Mit Tau überzogene Gespinste überziehen Raine und Wiesen und schimmern im Licht der aufgehenden Sonne. Für diesen …

Heide-Zeit

Die Heide steckt in mir. Deshalb fahre ich immer wieder gerne dorthin. Meine Urgroßeltern waren Heidebauern. Sie waren arm, denn der Boden dort ist sandig und karg. Als ich Kind war, gehörten die Fahrten in die Lüneburger Heide zu unserem Spätsommerprogramm, denn mein Vater hatte dort seine Bienen stehen. Wie mühsam die Honigernte war, habe …

Lese-Bilder-Schmaus

Unverändert soll es bleiben, das Schloss auf dem Hügel mit seinem verwunschenen Garten. Unverändert bleiben sie, als die neuen Bewohner einziehen, denn sie lieben den Teich mit den Fröschen, die Gartenmauer mit den Eidechsen, die alten Bäume mit ihren Höhlen, die Schleiereule, die auf dem Dachboden lebt. Vor allem aber lieben sie die Waldameisen, über …

Auf Pilzen lustwandeln

Der Blick aus dem Fenster: Gräser, die sich im Wind wiegen. Bäume im Morgendunst, dazwischen pinkfarbene Placken von Heideblüten. Beim genaueren Hinschauen: überall Pilze, große, kleine, weiße, braune, mit Hut und ohne. Parasol-Pilze oder Riesenschirmlinge (Macrolepiota procera) (Foto oben) mit bis zu 30 Zentimeter Hutdurchmesser, im „Paukenschlegel-Stadium“… … und in weiteren Stadien der Entfaltung. Aus …

Schöner weißer Würger

Im Juli begannen sie unbemerkt, die Äste hochzuschleichen, immer links herum, wie die meisten Schlingpflanzen. Mit der Triebspitze tasten sie sich vor, bis sie ein Opfer gefunden haben, an dem sie hochklettern können. In meinem Garten sind es Rhododendren, Pfeifenstrauch, Hortensien und Himbeeren. Vor allem letztere verwickeln sie zu so dicken, grünen Paketen, das die …