Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist heikel. In manchen Gärten fressen ihn die Raupen des Buchsbaumzünslers (Cydalima perspectalis) kahl. In anderen macht ihm ein Pilz den Garaus. Der unsrige ist mehr als mannshoch und hat, unbeeindruckt von solchen Kalamitäten, ein biblisches Alter erreicht. Da es unzählige Arten gibt, haben wir vielleicht einen Buxus im Garten, der weniger anfällig ist. Damit Buchsbaum blüht, darf er nicht zu oft geschnitten werden und muss mindestens zehn Jahre alt sein.

Der Honigmacher

Heute ist mir das Gebrumm in der Hecke aufgefallen. Unsere Hausbienen sind am Futtersammeln, das zeigen ihre staubgepuderten Körper und dicken gelben Pollenhöschen. Imker wissen das schon lange. Im „Buch der Biene“ von 1898 erklärt der Johann Witzgall, bayerischer Imker und „Schulmann“, dass der Buchsbaum in einen bienenfreundlichen Park oder Garten gehört. In einem Internetforum für Imker habe ich folgende Mengenangabe gefunden: „Nektar 3, Pollen 3.“ Die Zahlen bezeichnen das Nektar- und Pollenangebot von Pflanzen. Das bestmögliche ist 4. Damit gehört der Buchsbaum zu den besten Bienengehölzen der Welt.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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