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Im verzauberten Garten

Jede Gärtnerin braucht Inspiration. Die bekommt sie am besten in anderen Gärten. Das ist ein Grund, warum ich so gerne das Arboretum in Ellerhoop besuche. Jedesmal entdecke ich Neues. Da ist das Moos, das die Stämme eines alten Baumes wie ein grünes Fell umhüllt (Foto oben). Es schadet dem Baum übrigens nicht, ebenso wie Flechten, …

Faszinierende Farbspiele

Rot ist eine phantastische Farbe im Garten. Kaum eine Pflanze verkörpert sie besser als der Klatschmohn (Papaver rhoeas). Einst wuchs er zusammen mit Kornblumen auf unseren Äckern – eine Farbkombination, die kaum zu toppen ist. Es sei denn man pflanzt statt Kornblumen tiefblaue Iris. Allein sind beide Farben wunderschön, zusammen sind sie ein Traum. Das …

Der Spieleier-Berg

Gestern war ich im Arboretum in Ellerhoop. Ganz am Ende des Gartens steht die Kopie des General Sherman Tree, eines Mammutbaumes mit einem Durchmesser in Brusthöhe von mehr als acht Metern. Gegenüber befindet sich ein Hügel, auf dem hunderte „Spiegeleier“ blühen, vermischt mit heimischem Klatschmohn (Papaver rhoeas). Botanisch richtig heißt die Pflanze Kalifornischer Baummohn (Romneya Coulteri). …

Mit und ohne Hut

Einen Tag graziös entfaltet und leidenschaftlich rot, am nächsten Tag verblüht: Als Ingeborg Bachmann von ihrer großen Liebe Paul Celan einen Mohnblumenstrauß geschenkt bekam, hätte sie gewarnt sein können. Mohnblüten sind ein Sinnbild für Vergänglichkeit. Wer seiner Liebsten signalisieren möchte, dass die Liebe ewig hält, sollte andere Blumen wählen, egal wie schön Mohnblüten sind. Welchen …

Mohn-Variationen

Carl von Linné (1707-1778) unterschied die Pflanzen nach der Form ihrer Fortpflanzungsorgane – den Staubbeuteln und den Stempeln. Bei Mohnpflanzen sind sie besonders präsent. Alle Stempel der Mohnblüten sind von Staubbeutel-Wuscheln umkränzt, wie man beim Schlafmohn (Papaverum somniferum, Foto oben) gut erkennen kann. Beim Saat-Mohn (Papaver dubium), den schon Linné beschrieben hat, gehen die Blütenblätter …

Acker-Wildnis

Bunte Wiesen in der Natur existieren kaum noch. Also werden sie angesät, im Arboretum Ellerhoop Thiensen jedes Jahr. Dazwischen wird gemäht, so dass man im Blütenmeer spazieren gehen oder picknicken kann. Die Pflanzen dort gehören fast alle zur Segetalflora, die einst neben und zwischen den Kulturpflanzen auf Äckern und in Weinbergen wuchs. Die Acker-Kratzdistel (Cirsium …

Eingepackt – ausgepackt

Vor allem bei Sonnenschein kann man es beobachten – das Aufploppen der Knospen, und das „Entknittern“ der Blütenblätter. In dem stacheligen Tropfen (unten) verbirgt sich ein weiteres Wunder, das nach und nach sein Innenleben preisgibt, um sich dann, wie hier vor dem blühenden Frauenmantel (Alchemilla mollis), als Klatschmohnblüte (Papaver rhoeas) zu präsentieren.

Tutus

Verblüht – wie schade denkt die Gärtnerin und stellt fest: ist doch nicht so schade, denn manche Blüten behalten ihre Schönheit auch, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. So ist es beim Klatschmohn (Papaver rhoeas, unten). Ich habe das Motiv in dem grandiosen Wildgarten von Greengables in Heidgraben entdeckt. Die Staubkörner umgeben die Frucht noch eine …

Blinder Passagier aus der Steinzeit

Ingeborg Bachmann hätte es wissen müssen: Von „Mohn, sehr viel Mohn“ ist auf einer Karte die Rede, die ihr der Dichter Paul Celan zum 23. Geburtstag schickt. Die Schriftstellerin schreibt verliebt zurück, doch war die Karte wohl eher ein Abschiedsgruß. Mohnblüten halten nur wenige Tage. Sie sind ein Symbol für Vergänglichkeit, manchmal auch für Tod. In …