Nach den heißen, trockenen Sommerwochen ist plötzlich Herbst. In den Nächten sinkt die Temperatur auf knapp zweistellig, der Regen fühlt sich an, als komme er direkt aus der Arktis. Im Garten blüht nicht mehr viel. Wer wie ich keine Sommerblumen wie Zinnien pflanzt, weil die Schnecken die Sämlinge fressen, muss mit einer gewissen Kargheit vorlieb nehmen. Ein Lichtblick ist „Das Wunder von Stäfa“, eine Züchtung aus der Gärtnerei Frikart in Stäfa. Sie entstand bereits in den 1920er Jahren. Entdeckt habe ich sie vor ein paar Jahren im Garten der Horizonte in Heidgraben. Den trockenen Sommer haben die Pflanzen gut überstanden. Wenn ich beim Frühstücken in meinen Garten schaue, grüßen sie mich mit ihrem himmlischen Blau und ich kann beruhigt feststellen: Da blüht doch noch was.

