Nach den heißen, trockenen Sommerwochen ist plötzlich Herbst. In den Nächten sinkt die Temperatur auf knapp zweistellig, der Regen fühlt sich an, als komme er direkt aus der Arktis. Im Garten blüht nicht mehr viel. Wer wie ich keine Sommerblumen wie Zinnien pflanzt, weil die Schnecken die Sämlinge fressen, muss mit einer gewissen Kargheit vorlieb nehmen. Ein Lichtblick ist „Das Wunder von Stäfa“, eine Züchtung aus der Gärtnerei Frikart in Stäfa. Sie entstand bereits in den 1920er Jahren. Entdeckt habe ich sie vor ein paar Jahren im Garten der Horizonte in Heidgraben. Den trockenen Sommer haben die Pflanzen gut überstanden. Wenn ich beim Frühstücken in meinen Garten schaue, grüßen sie mich mit ihrem himmlischen Blau und ich kann beruhigt feststellen: Da blüht doch noch was.

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Das „Wunder von Stäfa“ blüht im August und September und wird etwa 60 cm hoch.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.