Die Azteken bauten Mais, Bohnen und Kürbis zusammen an und nannten es Milpa, „das nahe Feld“. Die Pflanzen heißen auch die drei Schwestern. Der Mais liefert die Rankhilfe für die Bohnen. Die großen Kürbisblätter spenden Schatten und halten die Feuchtigkeit im Boden. Die Bohnen können Stickstoff aus der Luft binden, im Boden anreichern und so Mais und Kürbis mit Nährstoffen versorgen. Ich baue in meinem Garten kein Gemüse an, aber ich habe in diesem Jahr in einem Blumentopf Geranien und einjährige Duft-Wicken (Lathyrus odoratus) gepflanzt.

Ich wollte die zarten vorgezogenen Wicken auf diese Weise vor den gefräßigen Nacktschnecken schützen, denn die mögen keine Geranien. Das hatte noch einen weiteren Vorteil. Duft-Wicken können, wie Erbsen oder Bohnen, Stickstoff aus der Luft speichern. Für die echte Milpa-Kombination fehlte in meinem Blumentopf der Kürbis. Funktioniert hat es trotzdem. Die Geranien blühen bis heute üppiger als in jedem anderen Blumentopf.
