Es spricht einiges gegen Eisenhut (Aconitum) im Garten. Zum Beispiel, dass er extrem giftig ist und zwar die ganze Pflanze. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere nannte den Eisenhut „pflanzliches Arsen“. Aber ich will meine Blütenpflanzen ja nicht essen. Schwieriger finde ich, dass er nicht so einfach zu kultivieren ist.

Nektar nur für Genießer

Andererseits ist das tiefe Dunkellila des Blauen Eisenhuts (Aconitum napellus) unvergleichlich und auch die Hummeln scheren sich nicht darum, dass er giftig sein soll. Sie stürzen sich fleißig so tief in die Blüten, dass sie völlig darin verschwinden. Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubern des Eisenhuts, allerdings ist es mir noch nie gelungen, ihn mit Saat zu vermehren und umpflanzen lässt er sich auch nicht gern.

Düngen erwünscht

Die mehrjährige Staude wird ist zu 1,5 Meter hoch und die Blütenstiele brauchen Halt, damit sie nicht umkippen. Außerdem will der Eisenhut nicht nur feuchte, sondern auch nährstoffreiche Böden. Vielleicht sollte ich meinen ab und zu mit einer Handvoll Hornspänen verwöhnen, damit er im kommenden Jahr noch üppiger blüht.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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