Eine Wiese als Anpassung an den Klimawandel? Peter König, Kustos des Botanischen Gartens in Greifswald, erklärt wie das funktioniert. Er zeigt mir die Karrendorfer Wiesen am Greifswalder Bodden. Dort hat man in den 1990er-Jahren 360 Hektar Grasland wieder ausgedeicht. Seitdem wird die Fläche ein- bis zweimal im Jahr überflutet. Weil das Wasser schneller kommt als es zurückfließt, lagern sich die feinen Sedimente, die die Flut mit sich trägt, auf den Pflanzen ab. So wachsen die Salzwiesen langsam in die Höhe und können mit einem moderaten Anstieg des Meeresspiegels mithalten.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.

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