Auf den ersten Blick sehen sich die Blätter des leckeren Bärlauchs (Allium ursinum) auf dem Foto oben und die die der giftigen Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) auf dem nächsten Foto zum Verwechseln ähnlich. Beide wuchern um diese Jahreszeit dicht und saftig grün. In meinem Garten weiß ich, was wo wächst. In einem fremden Garten wäre das anders. Trotzdem ist die Gefahr gering, sich bei der Ernte zu vergreifen und statt gesund-würziger Blätter bitter-tödliche zu ernten. Allein schon wegen des Geruchs. Bärlauchblätter duften intensiv nach Knoblauch Herbstzeitlosenblätter riechen nach – nichts.

Ich hoffe nicht, dass sich meine Herbstzeitlosen irgendwann unter meinen Bärlauch mogeln. Dafür stehen sie zu weit weg. Aber auch dann ließen sie sich unterscheiden. Die Blätter der Herbstzeitlose sind auf der Unterseite so blank und glatt wie auf der Oberseite. Bärlauchblätter sind auf der Unterseite matt.

Wer ganz sicher sein will wartet, bis der Bärlauch blüht, aber dann ist es für die Ernte fast schon zu spät. Herbstzeitlosen blühen, wie der Name sagt, im Herbst. Im Sommer ziehen sie ihre Blätter ein, das Beet sieht aus, als würde dort gar nichts wachsen.

