Mein Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) wird jedes Jahr höher und breiter. Als ich es in meinen Garten pflanzte, bestand es aus einem kniehohen Stamm mit spiddeligen Seitenarmen. Inzwischen ist es mehr als mannshoch und und ragt weit ausladend in die nebenstehenden Büsche. Um diese Jahreszeit ist es übersät mit pinkfarbenen Laternen, die ein wenig aussehen wie die Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Mittendrin hängt der Samen, der von einer Haut in knalligem Orange umhüllt ist.

Inzwischen wachsen in meinem Garten mehr Pfaffenhütchen als ich mir wünsche. Ich vermute, die Vögel haben sie verbreitet. Zum Glück wurzeln sie eher flach. Man kann sie also einfach aus der Erde ziehen. Die Samen brauchen übrigens drei bis vier Jahre, bis sie keimen. Die Bäume werden bis zu vier Meter hoch und bilden ausladende Kronen. Das wusste ich nicht, als ich mein Pfaffenhütchen pflanzte. Ich freue mich trotzdem. In meinem Garten sind die Früchte im Herbst ein leuchtendes Wunder der Natur.
