Ende September beginnt die Jahreszeit der Herbst-Astern. Wenn die meisten Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten, beginnt ihre Glanzzeit. Seit einigen Jahren schon blüht in meinem Garten Das Wunder von Stäfa (Aster x frikartii ‚Wunder von Stäfa‘), Foto oben. Gezüchtet wurde sie in der Gärtnerei von Carl Frikart in Stäfa in der Schweiz und ist sei 1920 im Handel. Ihr Blattwerk ist so zart, dass ich mich jeden Sommer frage: Ist sie noch da? Sie ist, und sie blüht schon seit Anfang September.

IMG_9766
Frikarts Beet-Aster ‚Jungfrau‘ soll Horste bilden und bis zu 70 Zentimeter hoch werden.

Als Geschenk habe ich einer Freundin im September mit dem Sternzeichen Jungfrau Frikarts Beet-Aster Jungfrau (Aster frikartii ‚Jungfrau‘) mitgebracht. Sie soll von Juli bis Oktober blühen. Ich hoffe, das stimmt. Für meinen eigenen Garten habe ich auch eine mitgebracht, damit ich das im kommenden Jahr überprüfen kann.

IMG_9765
Thomsons Aster ist eine Wildform aus dem Himalaya.

Mein letzter Neuzugang für dieses Jahr ist eine Wildform: Thomsons Aster (Aster thomsonii) wird 80 Zentimeter hoch und mag es gern sonnig. Leider auch feucht. Ob ich ihr das an der Stelle bieten kann, wo ich sie gepflanzt habe, wird sich zeigen. Wenn sie den Standort mag, wird Thomsons Aster einen Horst bilden und mich mit ihren blauen Blüten mindestens ebenso beglücken wie das Wunder von Stäfa.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.