Manchmal ist das Leben so hektisch, dass die Zeit nicht einmal für einen kurzen Blog-Eintrag reicht. Dabei gäbe es so viel zu berichten. Ich werde versuchen, einiges nachzuholen. Das Foto der Färberkamille (Cota tinctoria oder Anthemis tinctoria) oben ist vor fast vier Wochen entstanden, aber die Pflanze blüht munter weiter, mit Glück bis in den September. Auch die große Hitze hat sie überstanden ohne schlapp zu werden, denn sie wurzelt fast einen Meter tief. Als echte Klima-Wandel-Garten-Pflanze findet sie Wasser, auch wenn es über Tage heiß und trocken ist. Ich sehe sie mittlerweile in vielen Gärten in der Nachbarschaft. Früher hat man mit den gelben Blüten Stoffe gefärbt, z.B. Hanf oder Baumwolle. Meine Färberkamille wächst direkt neben der Terrasse, vermutlich profitiert sie als kaltliebende Pflanze von den Klinkersteinen, die dort verlegt sind.

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Die Färber-Kamille ist eine Staude und wird bis zu einem Meter hoch.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.