Nun ist es doch passiert: Ich erlebe einen Anfall von Garten-Neid. Schuld haben die blau-weißen Bartschwertlilien (Foto oben und das nächste), die ich im Arboretum Ellerhoop gesehen habe. Ich weiß, dass sie Regen nicht gut vertragen. Ich weiß, dass sie nur wenige Tage blühen, aber ihr Anblick lässt mich nicht wieder los.

Von überirdischer Schönheit: Iris Barbate-Elatior „Ruban Bleu‘ 1997 in Frankreich gezüchtet.

In meinem Garten blühen die wilden Sibirischen Schwertlilien (Iris sibirica). Sie wachsen wild auf feuchten Wiesen, an Gräben und bilden dichte Horste. Ihre Blüten sind von einem fast überfischen Blau. Vielleicht gönne ich mir im Herbst zusätzlich ein paar Zwiebeln von Bartschwertlilien.

Wuchert und wächst ohne große Pflege munter vor sich hin: meine Sibirische Schwertlilie.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.