Sobald Schneeglöckchen und Krokusse verblüht sind, färbt sich mein Garten blau. Der Gemeine Schneestolz (Chionodoxa luciliae), auch Schneeglanz oder Sterhyazinthe ist erwacht. Er ist sehr vermehrungsfreudig. Von den Beeten hat er Teile der Rasenflächen erobert. Mir soll es recht sein. In meinem Garten kann man um diese Jahreszeit ohnehin nicht so genau erkennen, wo die Beete enden und die Rasenflächen beginnen.

Um diese Jahreszeit bedeckt das Scharbockskraut (Ficaria verna) einen Großteil meiner Blumenbeete. Im Grunde genommen ist es ein Unkraut, aber ich kann damit gut leben. Es blüht im frühen Frühjahr und zieht viele Insekten an. Nach der Blüte zieht es sich in seine kleinen Wurzelknollen zurück, als sei es nie da gewesen. Vermutlich landen Jahr für Jahr einige Knollen beim Jäten im Unkrauteimer und von dort auf dem Komposthaufen. Mit dem fertigen Kompost gelangen die Pflanzen dann zurück auf die Beete.

Unsere Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) wachsen nur an einer Stelle im Garten. In Buchen- oder Eichenwäldern erobern sie große Flächen. Bei mir hätten sie den Platz dazu, aber sie bleiben bescheiden in der Nähe eines Rhododendrons. Meine Buschwind-Röschen haben sechs Blütenblätter. Es soll aber auch welche geben, die 7, 8 oder sogar 12 haben.

