Meine Oma nannte sie Bauernrosen. Gemeint ist Bauerngarten-Pfingstrose ‚Rubra Plena‘. Mit ihrer dunkelroten Farbe und ihrem Duft bezaubert sie Gartenfreundinnen seit Jahrhunderten. Ihre Blüten werden handtellergroß. Ab Mitte Mai blühen sie als die erste Päonien-Art in meinem Garten.

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Geburtshelferinnen für die Blüten: Ameisen knabbern den Zuckersaft auf den Knospen ab.

Derweil bereitet sich die nächste schon auf die Blüte vor. Es ist die Asiatische Edel-Pfingstrose ‚Festiva Maxima‘ (Paeonia lactiflora). Die Ameisen sind gerade dabei, den klebrigen zuckerhaltigen Saft von den Knospen zu knabbern, damit sie Blüten sich frei entfalten können. Bauern- und Edel-Pfingstrosen sind Stauden, die sich im Herbst in den Boden zurückziehen.

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Unvergleichliche Pracht und Vielfalt: die Sammlung von Baumpfingsrosen im Arboretum Ellerhoop-Thiensen

Strauchpäonien oder Baumpfingstrosen (Paeonia suffruticosa) tragen die spektakulärsten Blüten. Sie überwintern als Sträucher. Um sie zu bewundern fahre um diese Jahreszeit mehrfach ins Arboretum in Ellerhoop-Thiensen. Die Vielfalt dort ist riesengroß und die Pflege perfekt. In meinem Garten trauen ich mich an diese anspruchsvolle Pflanze noch nicht heran.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.