Das war dann wohl doch nicht so lecker wie erwartet. Heute Vormittag sah ich eine Wegschnecke in der Luft hängen. Sie war dabei, sich von einer Hibiskuspflanze abzuseilen. Vermutlich schmeckten ihr die Blätter nicht so, wie sie es erwartet hatte. Statt den trocknen Stamm der schon viele Jahr alten Pflanze wieder herab zu kriechen, produzierte sie einen Schleimfaden, um sich abzuseilen.

An dem Faden hing sie, drehte sich und sondierte in die Umgebung, wo sie wieder Boden unter ihrem schleimigen Fuß bekommen würde oder ob es besser sei, wieder nach oben zu kriechen. Ihr nackter Hochseilakt in der Morgensonne dauerte mehr als eine halbe Stunde.

Unten angekommen führte ihr erster Weg führt zu einem Wasserloch. In dem sammle ich den Regen vom Wintergartendach, um damit meine Blumen zu gießen. Eine Viertelstunde saß die Schnecke am Rand und trank. Nun ist sie weg, meine Blumen fressen.
