Bei mir hat der „No Mow May“, der Monat Mai, in dem man seinen Rasen nicht mähen soll, schon vor Wochen begonnen. Das hat mit dem Hohlen Lerchensporn (Corydalis cava), Foto oben, zu tun. Er soll Saat bilden, bevor wir mähen. Der Lerchensporn ist besonders bei Hummeln beliebt. Von der Wildpflanze ernähren sich die Raupen des Schwarzen Apollofalters (Parnassius mnemosyne), der mittlerweile sehr selten geworden ist. Ich habe ihn leider in meinem Garten noch nicht entdeckt. Dabei wächst der Lerchensporn bei mir in Hülle und Fülle.

An einigen Stellen haben sich blau blühende Ehrenpreis-Inselchen (Veronica) gebildet. Die hübschen Blümchen gelten als schlimmes Rasenunkraut, das es zu vernichten gilt. Bei mir darf der Ehrenpreis wachsen, soviel er möchte. Seine blauen Blüten leuchten in der Sonne und sorgen für Farbtupfer auf ansonsten langweiligen Rasenflächen.

Gundermann (Glechoma hederacea) und Gänseblümchen (Bellis perennis) haben sich ebenfalls ganz von allen dazu gesellt. Die Narzissen (Foto unten) hingegen haben wir vor Jahrzehnten gepflanzt. Damals befand sich an der Stelle, wo sie wachsen, ein Blumenbeet. Das wurde irgendwann in Rasen umgewandelt. Die hübschen gefüllten Narzissen (Rip van Winkle) sind geblieben. Gemäht wird bei uns frühestens im Juni.

