Hier im Norden fühlt sich der Juni an wie April. Es ist regnet ständig, die Temperatur tagsüber klettert derzeit kaum über 16 Grad und der Wind macht es noch kälter. Die kleine Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) auf dem Orangeroten Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) sucht in einer Regenpause nach Futter. Hainschwebfliegen sind Akrobaten der Lüfte. Die nur sieben bis zwölf Millimeter großen Insekten können in der Luft stehen, vorwärts und rückwärts navigieren. Sie kommen im Frühjahr über die Alpen und die Pyrenäen zu uns und fliegen im Herbst wieder zurück in den Süden. In ein paar Tagen soll es sommerlich werden. Ich freue mich darauf. Die Hainschwebfliege bestimmt auch.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.