Früher habe ich im Herbst alles Trockne von meinen Stauden abgeschnitten. Da waren die Wochen ab Ende September Stress. Wie wird das Wetter? Ist es am Wochenende trocken? Kann ich in den Garten? Das ist schon lange vorbei. Meine Pflanzen danken es mir bis ins Frühjahr hinein mit einer ungewöhnlichen Vielfalt an Formen, wie dem stacheligen Samenstand des Echten Alants (Inula helenium) auf dem Foto oben .Ab Juli blüht er mannshoch und ist eine Attraktion besonders für Hummeln.

Wer meint, „Stauden sind Blumen, die im Winter aus scheußlichem Gestrüpp bestehen oder gar nicht vorhanden sind“ (Karl Förster) sollte bei Raureif einen Blick auf sie Werfen. Das „scheußliche Gestrüpp“ wird dann zur stacheligen Schönheit.

Auch jetzt noch, zwischen all dem Frühlingsgrün und den Frühblühern, hat so manche vertrocknete Blüte ihren eigenen Reiz, z.B. die einer Hortensie. Die Blütenstände vom Vorjahr schneide ich erst im Mai ab, wenn die Planzen grün werden und es keinen Frost mehr gibt. Die meisten hat der Wind bis dahin ohnehin abgerupft und mir einen Teil der Arbeit erspart.

