Jetzt im November machen sich die Farben im Garten rar. Ein kleiner Lichtblick freut mich seit Wochen, wenn ich aus dem Fenster schaue. Unter einer Birke, die inzwischen all ihre Blätter abgeworfen hat, blüht blau-lila mein Neuzugang, eine Wild-Aster. Aster ageratoides ‚Asran‘ soll im Halbschatten gedeihen, mit Trockenheit klarkommen und ab September blühen. Pflegeleicht ist sie auch und vermehrt sich mit Ausläufern. Das kenne ich von anderen Wildastern, z.B. den weißen Neubelgien-Herbstastern. Die erkennen Hindernisse nicht an, wuchern bis in den Rasen hinein und in andere Stauden. Mal schauen wie sich mein Neuzugang macht. Ein bisschen übergriffig darf er gerne sein. Es blüht ja sonst im Herbst nicht mehr viel.

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Mein Neuzugang: Aster ageratoides ‚Asran‘ mit Blütenbesucherinnen.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.