Was für ein Glück ist es, an sonnigen März-Tagen dem Gebrumm und Gesumm im Garten zuzuhören. Unsere Hausbienen klingen immer sehr eilig. Man sollte ihnen deshalb nicht zu nah kommen. Sie sind damit beschäftigt, für ihre Brut Nektar und Pollen zu sammeln und dabei lassen sie sich ungern stören. Zuwiderhandeln könnte mit einem unangenehmen Stich enden.

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Hausbiene im Abflug von einem Frühlings-Krokus.

Die Hummeln klingen gemütlicher. Das mag täuschen, dann eine Hummel brauchen zum Fliegen so viel Energie, dass sie angeblich immer kurz vor dem Verhungern ist. Ihre Maxime lautet: Honigtopf ansteuern, am besten einen, der weitere in unmittelbarer Nachbarschaft vorweist.

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Eine Erdhummel-Königin ist auf einem Elfe-Krokus gelandet.

Danach heißt es tief in die Blüte hinein tauchen und sich die Magen mit süßem Nektar voll schlagen.

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Den Nektar findet sie ganz unten in der Blüte.

Rüber zur nächsten Blüte geht es am liebsten „zu Fuß“. Das spart Energie. Fliegen finden die dicken Erdhummel-Königinnen offenbar viel zu anstrengend.

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Wo es möglich ist, krabbeln Hummel-Königinnen im Frühjahr in die nächste Blüte.

Über die Autorin

Susanne Dohrn lebt als Autorin und freie Journalistin in einem alten Garten in Schleswig-Holstein. 2017 erschien ihr Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Ch.Links Verlag, Taschenbuchausgabe 2018 im Herder Verlag), 2019 veröffentlichte sie „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ (Ch.Links Verlag). Im November 2020 erhielt das Buch den Salus-Medien-Sonderpreis, mit dem das Unternehmen "herausragende journalistische Beiträge ... zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt" auszeichnet.