Die Sonne nach dem Sturm

Nach gefühlten Märztagen im Mai, mit Sturm und Fast-Nachtfrost scheint wieder die Sonne. Die Blüten des alten Sauerkirschbaums (Foto oben) haben die Attacke weitgehend überstanden . Das gilt auch für die Felsenbirne (Amelanchier ovalis). Schlechtes Wetter macht ihr nichts aus. Dem Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) ist der Regen gut bekommen. In der Zeit, in der es …

In Loki Schmidts Garten

Woher hat der Blaurote Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum) seinen Namen? Das habe ich mich lange gefragt. Ich liebe seine tiefblauen Blüten (siehe oben) und finde seine langen Ranken spannend. Mit denen erobert er Neuland. Pflanzen können sich also durchaus fortbewegen, wenn auch nicht so schnell wie Tiere. Dieses Frühjahr war ich zum ersten Mal aufmerksam genug, um …

Kleine Rosettenkunde

An ihrer Blüte lassen sich Pflanzen am einfachsten erkennen. Aber bis dahin dauert es noch ein Weilchen. Also muss man wissen, ob die Blätter, die sich im Staudenbeet zeigen, Zierpflanzen sind oder Unkraut – oder Unkräuter, die zu Zierpflanzen avanciert sind, wie die Acker-Feuerlilie (Lilium bulbiferum, oben), die im Juni/Juli leuchtend Orange blüht und eigentlich …

Glitzermorgen

Nach dem Regen ist der Garten mit Diamanten überzogen. Auf dem mageren sauren Rasen vor dem Haus blüht das „Hasenbrot“ (Foto oben). Seine Härchen schmecken süß. Hasen mögen das. Eigentlich heißt es Feld-Hainsimse (Luzula camprestris), und gilt als Rasenunkraut. Dabei ist ein grüner Rasen ist um so vieles langweiliger als ein blühender. Die Tulpen tragen …

Denk an mich

Mein Garten bleibt blau. Eine Wildblume hat übernommen, das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Weil es immer mehr Liebhaber findet, wird es inzwischen auch Garten-Vergissmeinnicht genannt. Wenn die Blumenzwiebeln verblüht sind, überzieht die zweijährige Pflanze die Beete mit einem blauen Schimmer. Lassen wir unseren Honig analysieren, stellt sich anhand der Pollenanalyse oft heraus, dass es sich um Vergissmeinnicht-Honig …

Carl von Linne’s Perlhuhn

Opulente Halskrause, Spitzbart, ondulierter Schnurrbart – so sah der Mann aus, der als erster die Schachblume beschrieb. John Gerard war Engländer, lebte im 16. Jahrhundert und hatte zwei Berufe: Chirurg und Botaniker. Medizin und Botanik waren damals eine häufige Kombination, musste man doch Pflanzen kennen, um die Menschen zu heilen. Er kannte die Schachblume nur …

Das lila Wunder

Die einen hacken ihn und mixen ihn mit Butter zu Kräuterbutter. Andere zupfen ihn ab und streuen ein paar Blättchen oder Blüten in den Salat. Aber Vorsicht: Gundermann (Glechoma hederacea) schmeckt kräftig, er sollte sehr sparsam dosiert werden. Man kann ihn auch getrocknet als Tee kaufen. Er soll gegen Husten und Schnupfen helfen. Die Germanen nutzten Grunderman …

Gelbes Feuer

Daffseek.org heißt eine Internetseite für die Liebhaber von Narzissen, und solche, die es werden wollen. Hier werden sie fündig, wenn sie mehr über ihre Schätze wissen wollen, wie ich mit der Pflanze auf dem Foto oben. Sie trägt mehrere Blüten an einem ziemlich langen Stängel und gehört zu den Tazetta-Narzissen. Das italienische Wort steht für …

Schön bis in den Tod

Die Kamelie steht schon mehr als 20 Jahre in unserem Garten und ist drei Meter hoch. Ein schwieriger Gast bleibt sie dennoch. Sie gehört zu den Arten, die draußen überwintern können: Japanischen Kamelie (Camellia japonica). Die zehn Grad minus des Winters hat sie gut überstanden und viele dicke Knospen angesetzt. Späte Fröste hingegen machen ihren Blüten jedes …

Vor der Frostnacht

Die Süßkirsche blüht (Foto oben) in meinem Garten, der Pflaumenbaum und die Blutpflaume. Heute Nacht soll es kalt werden. April-Frost, und die Natur ist schon viel zu weit. Die Bilder halten sie Schönheit dieses sonnigen Sonntags fest. Mal schauen, was morgen davon übrig ist. Unser alter Pflaumenbaum, schon halb vermorscht, hat sich einmal richtig ins …